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Nölliturm

(früher auch roter Turm genannt)

1513 wurde von Grund auf ein neuer Rundturm errichtet, nachdem der alte Bau als wenig repräsentativ und wehrhaft galt. Der im 18. Jahrhundert aufkommende Name Nölliturm geht offenbar auf einen Wächter dieses Namens zurück. 1900/1901 wurde bei der Erstellung/Aufschüttung der Quaistrasse eine Durchfahrt in den Turm gebrochen.

Der mit Ausnahme dieses Durchbruchs gut erhaltene Rundturm ist ein sorgfältiger Quaderbau von 13,45 Meter äusserem, 8,85 Meter innerem Durchmesser und ist bis zur Spitze 28 Meter hoch.

Das Erdgeschoss, welches ursprünglich gegen Osten ein spitzbogiges Tor enthielt, ist durch ein gekehltes Gurtgesims vom oberen Bau abgesetzt. Darüber befinden sich drei rechteckige Schusslöcher, die aussen und innen allseits abgeschrägt sind. Direkt auf den Zinnen liegt das achtgrätige, leicht geschweifte Kegeldach. Seine roten Ziegel mögen dem Turm seinen damaligen Namen gegeben haben. Das Innere ist über der Durchfahrt in drei Geschosse eingeteilt. Die steinerne Treppe folgt bis zum zweiten Geschoss der Rundung der Wand und ist nachher in die Mauernische eingefügt.
  

Die Verwendung

Der Nölliturm beherbergte während mehreren Jahrhunderten bis 1852 Schiesspulver. Anschliessend diente er während kurzer Zeit als Waffen- und Petroleumlager. Ab 1875 wurde der Nölliturm als Lagerraum an eine Sattlerei und an die Zunft zu Safran vermietet. Seit 1922 wird der Turm als Zunftstube und Archiv genutzt.
 


Turmwart

Walter Fischer
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