Noelliturm Maennliturm Luegisland Wachtturm Zytturm Schirmerturm Pulverturm Allenwindenturm Daechliturm

Die Museggmauer und ihre Türme als Lebensraum

Historische Gebäude / Natursteinmauern sind wertvolle Lebensräume für eine spezialisierte und teilweise stark gefährdete Tier- und Pflanzenwelt, deren Ursprungsbiotope im Bereich von Felsstandorten und Blockschutthalden liegen.

Im Luzerner Stadtgebiet wurden vom Regierungsrat aufgrund ihres hohen ökologischen Wertes u.a. die Museggmauer und der Wasserturm als Naturobjekte von regionaler Bedeutung ausgewiesen.

Wertbestimmend für die Museggmauer sind in erster Linie die bedeutenden Vorkommen seltener Brutvogelarten (Turmdohle, Alpen- und Mauersegler und Gänsesäger), ausserdem nutzen Fledermäuse (Tages- und Überwinterungsquartiere, evtl. Wochenstuben), Mauereidechse, zahlreiche wirbellose Kleintiere (z.B. Wild- und Honigbienen, Spinnen, Schnecken) und eine spezialisierte Mauerflora (v.a. Kleinfarne, Moose und Flechten) die Mauer in unterschiedlicher Weise als Lebensraum.
 

 
An der Museggmauer bieten sich vielfältige Möglichkeiten für faszinierende Naturbeobachtungen mitten in der Stadt. Vor diesem Hintergrund widmete der Umweltschutz Stadt Luzern der Museggmauer zusammen mit anderen historischen Bauten eine Ausgabe der Reihe «Naturschauplätze». Jährlich finden verschiedene gut besuchte Exkursionen zum Thema statt.

Die ökologische Bedeutung der Museggmauer für die Tier- und Pflanzenwelt wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, von besonderer Bedeutung (v.a. für Brutvögel, Fledermäuse) sind dabei die Ausbildung des inneren Hohlraumsystems, die Struktur der Maueroberfläche (Existenz von Fugen, Spalten, Ritzen) und die Lebensraumausstattung des Mauerumfelds (v.a. Altbaumbestand, extensiv genutzte Grünland-, Saum- und Heckenstrukturen).

Gestützt auf die Vorgaben des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz, Art. 18, besitzt bei einer Sanierung/Restauration der Museggmauer der Schutz der bestehenden Lebensräume erste Priorität. Dort wo im Sinne einer Interessensabwägung ein Erhalt nicht möglich ist, sind die erforderlichen Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen zu ergreifen.

Für eine ökologische Sanierung der Museggmauer lassen sich folgende Rahmenbedingungen nennen:

1. Vorgängige Inventarisierung der Tier- und Pflanzenwelt als Grundlage (Beseitigung aktueller Kenntnisdefizite, v.a. Im Hinblick auf Fledermausvorkommen)

2. Berücksichtigung der Erfahrungen (Vorbildcharakter) aus anderen, unter ökologischen Gesichtspunkten durchgeführter Mauersanierungen (u.a. Stadtmauer Thun, SIA-Dokumentation D 0134)
 

Fauna

> Turmdohlen
> Mauersegler
> Alpensegler
> Gänsesäger
 

Naturschauplätze

 Hist. Bauten (743kb)
 Fledermäuse (352kb)
 Zw. Steinen (937kb)
 Geologie (1,6Mb)
 

   
 

sponsered by proteco © 2016 Verein für die Erhaltung der Museggmauer